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Montag, 27. März 2017

70 Prozent der Deutschen wünschen Energiewende mit höchstem Vorrang

70 Prozent der Deutschen wünschen Energiewende mit höchstem Vorrang

24. März 2017 | Politik und Gesellschaft, Topnews
Eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins zeigt, dass die Deutschen mit großer Mehrheit eine schnelle Umstellung auf Photovoltaik, Windkraft und Speicher wünschen. Auch unter den Wählern der aktuellen Regierungsparteien Union und SPD ist die Zustimmung für eine vorrangige Energiewende groß.

Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass der Rückhalt für die Energiewende in Deutschland groß ist. Der Solarenergie-Förderverein (sfv) hat nun bei Emnid eine Befragung beauftragt mit dem nach eigenen Angaben provozierenden Text: "Soll die Umstellung von Atomenergie, Kohle, Erdöl und Erdgas auf Solarenergie, Windkraft und Stromspeicher Ihrer Ansicht nach mit höchstem Vorrang vorangetrieben werden?" 70 Prozent wünschten sich demnach eine Energiewende mit höchster Priorität, so das Ergebnis. Der sfv zeigt sich darüber erfreut und auch überrascht, zumal die Medien in Deutschland eher gegen die Energiewende arbeiteten und immer wieder Ängste vor steigenden Strompreisen schürten oder Neid gegenüber Betreibern von Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

Die Antworten seien zudem noch nach Parteianhängern und Bundesländern aufgeschlüsselt. Dabei zeige sich, dass 78 Prozent der SPD-Anhänger sich eine rasche Energiewende wünschten. Unter den CDU-Wählern seien es immerhin 71 Prozent. Bei den AfD-Anhängern lehnten dagegen 57 Prozent eine Energiewende mit höchstem Vorrang ab. Welche Konsequenzen die Parteien nun für den Wahlkampf daraus zögen, bliebe abzuwarten, hieß es beim sfv.
Die höchste Zustimmung nach Bundesländern habe es bei Befragten in Berlin gegeben mit 83 Prozent, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 76 Prozent. Keine überwiegende Zustimmung, sondern eine eher ablehnende Haltung habe es dagegen in Sachsen und Thüringen gegeben. Dort bejahten 44 Prozent der Befragten eine Energiewende mit höchstem Vorrang, während 46 Prozent dies ablehnten. (Sandra Enkhardt)

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