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Montag, 27. März 2017

Fraunhofer ISE erreicht 31,3 Prozent Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen

Fraunhofer ISE erreicht 31,3 Prozent Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen

24. März 2017 | Forschung und Entwicklung, Topnews
Die Wissenschaftler übertrafen ihren eigenen Rekord, den sie erst vor ein paar Monaten aufstellten. Die Dreifachsolarzelle soll mit einfachen Vorder- und Rückseitenkontakt in gängige Solarmodule integrierbar sein.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat einen neuen Wirkungsgradrekord für Dreifachsolarzelle aus III-V-Halbleitern und Silizium erzielt. Mit 31,3 Prozent sei der aus dem November stammende bisherige Rekordwert des Instituts um gut 1,0 Prozent nochmals gesteigert worden, teilten die Freiburger Wissenschaftler am Freitag mit. Es handele sich um eine vollständig integrierte Mehrfachsolarzelle auf Silizium-Basis. Rein äußerlich unterscheide sich diese Solarzelle nicht von den herkömmlichen. Mit einfachen Vorder- und Rückseitenkontakten könne die Solarzelle einfach in gängige Solarmodule integriert werden, hieß es beim Fraunhofer ISE weiter.

Im November hatten die Forscher gemeinsam mit der österreichischen Firma EV Group, eine Mehrfachsolarzelle auf Silizium-Basis mit zwei Kontakten mit einem Wirkungsgrad von 30,2 Prozent entwickelt. Dafür seien wenige Mikrometer dünne III-V Halbleiterschichten auf das Silizium übertragen worden. Die Verbindung über ein direktes Waferbonden erreicht worden, bei dem Oberflächen nach einer Plasmaaktivierung im Vakuum unter Druck miteinander verbunden werden, wie das Fraunhofer ISE damals erklärte. Es entstehe eine Einheit, indem die Atome der III-V Oberfläche Bindungen mit dem Silizium eingehen. Es war der erste Wirkungsgradrekord für die Art der vollständig integrierten Mehrfachsolarzellen auf Silizium-Basis überhaupt. (Sandra Enkhardt)

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