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Montag, 27. März 2017

Photovoltaik in der Schweiz auf dem Vormarsch ?

Photovoltaik in der Schweiz auf dem Vormarsch ?

Dank der Energiestrategie 2050 soll es vorwärts gehen mit der schweizer Photovoltaik. Die Abstimmung zur Energiestrategie 2050 findet am 21. Mai statt und ist das dominierende Thema an der diesjährigen nationalen Photovoltaik-Tagung mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Rund die Hälfte des Schweizer Strombedarfs könnte mit Solarmodulen auf Dächern und Fassaden gedeckt werden.

Knapp 3 Prozent des Strombedarfs der Schweiz stammt heute aus den rund 70.000 Photovoltaikanlagen des Landes. Rund 20 Prozent sollen es dereinst sein, dank der Energiestrategie 2050. Einen entscheidenden Schub wird vom ersten Massnahmenpaket erwartet, über welches das Schweizer Stimmvolk am 21. Mai entscheidet. Es beinhaltet unter anderem eine Fortführung der Fördermassnahmen für die erneuerbaren Energien, aber mit mehr marktwirtschaftlichen Elementen, sowie mit einer zeitlichen Befristung, der sogenannten Sunset-Klausel.
Auch die Vereinfachung des Eigenverbrauchs von Solarstrom wird für mehr Dynamik sorgen. VSE-Direktor Michael Frank und Swissolar-Präsident Roger Nordmann waren sich einig, dass die Energiestrategie 2050 ein ausgewogenes Gesamtpaket ist und wichtige Rahmenbedingungen für die Schweizer Energiezukunft definiert. „Die Gegner sind konzeptlos – sie wollen unsere Energieversorgung von importiertem Dreckstrom abhängig machen“, sagte Nationalrat Nordmann.
Auch Solarpionier Bertrand Piccard, der mit seiner solaren Weltumrundung letztes Jahr für Aufsehen sorgte, rief zu einem engagierten "Ja" auf: „Die Energiestrategie schafft die nötigen Rahmenbedingungen für jene, die sich mutig für eine zukunftsfähige Energieversorgung einsetzen wollen.“
Die Energiestrategie 2050 sieht den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie vor. Dezentral erzeugte Photovoltaik wird dann neben der Wasserkraft zu den Hauptstützen der Schweizer Stromversorgung gehören. Dies führt zu völlig neuen Geschäftsmodellen für Energieversorger, aber auch zu einem vermehrten Bedarf für Zwischenspeicherung. Gemäß einer neuen Swissolar-Studie liegt das nachhaltige Potenzial zur Produktion von Solarstrom auf Dächern und Fassaden der Schweiz bei jährlich 30 Terawattstunden. Das entspricht der Hälfte des Stromverbrauchs. Swissolar
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