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Montag, 27. März 2017

Schwimmender Solarpark erhält Genehmigung

Schwimmender Solarpark erhält Genehmigung

24. März 2017 | Märkte und Trends, Topnews
32 Photovoltaik-Inseln werden demnächst auf einem Baggersee in Nordschwaben Strom für das angrenzende Kieswerk produzieren. Damit sollen über 15.000 Liter Diesel im Jahr eingespart werden.

Im vorigen Jahr ist der Prototyp für einen schwimmenden Solarpark vorgestellt worden. Nun erhielt das Team um den Energieexperten Johannes Strasser vom zuständigen Landratsamt die Genehmigung, wie Energy Forever am Donnerstag mitteilte. 32 Inseln mit je zehn Photovoltaik-Modulen kommen auf eine Gesamtkapazität von 96 Kilowatt und werden ab April auf einem Baggersee in Nordschwaben im Landkreis Dillingen an der Donau installiert. Die Fertigstellung der Solaranlage solle noch im gleichen Monat erfolgen.
Die Inseln von je 19 Quadratmetern (5,12 Meter lang und 3,7 Meter breit) sind zusammen 606 Quadratmeter groß, was einer Fläche von 0,2 Prozent des 29,7 Hektar großen Baggersees entspreche. Sie sollen künftig jährlich 89.000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren und an das angrenzende Kieswerk liefern, wie es weiter hieß. Damit sollen jährlich knapp 15.000 Liter Diesel für die Generatoren einspart werden.

Der Prototyp der schwimmenden Photovoltaik-Insel aus Beton (Foto: Dr. Johannes Strasser)
Mit der Nutzung von Beton anstatt Kunststoff als Baumaterial für die Inseln würden diese deutlich flacher auf dem Wasser aufliegen und sich daher optisch besser in die Landschaft einfügen. Auf Nachfrage von pv magazine betonte der Strasser, dass die Inseln seit mehr als zehn Jahren getestet werden. Für die Genehmigung seien viele Gespräche und Überzeugungsarbeit nötig gewesen, um die Skepsis der Behörden auszuräumen. Letztendlich habe aber die Präsentation des Prototyps im September 2016 die letzten Kritiker überzeugt, so Strasser.  
Das Projekt wurde gemeinsam in einem Team von Experten aus verschiedensten Teilbereiche entwickelt. Zuständig für die Betoninseln ist Oliver Klauser von Schwimmbeton Klauser-Wensauer. E 3, ein Team aus Energie-Effizienz-Experten der Würth-Gruppe, ist verantwortlich für die Photovoltaik-Technologie. Für die Konzeption und Koordination des Projekts sind Energy Forver und Johannes Strasser zuständig. Letzterer hat bereits 2009 eine Versuchsanlage entwickelt, konstruiert und gebaut. (Carl Johannes Muth)

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