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Mittwoch, 10. Mai 2017

Schweizer Photovoltaik-Anlage seit 35 Jahren am Netz

Schweizer Photovoltaik-Anlage seit 35 Jahren am Netz


Einen besonderen Jahrestag meldet der Schweizer Photovoltaik-Branchenverband Swissolar: Im Mai 1982, also vor genau 35 Jahren, wurde auf dem Dach der heutigen Fachhochschule der Südschweiz (SUPSI) eine Photovoltaik-Anlage mit zehn Kilowatt Nennleistung gebaut und als erste Anlage in Europa an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Bis heute liefert die Anlage in Canobbio im Schweizer Kanton Tessin ununterbrochen Solarstrom. Laborversuche hätten seit langem gezeigt, dass die Nutzungsdauer von Photovoltaik-Anlagen bei über 30 Jahren liege, heißt es bei Swissolar: „Anders als konventionelle Kraftwerke kommen Photovoltaik-Anlagen ohne bewegliche Teile aus. Dies macht lange Nutzungsdauern möglich.“ Die Erfahrung, dass erste Anlagen in realer Umgebung dieses Alter erreichen und immer noch tadellos laufen, hat laut Swissolar wesentliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik – unter anderem weil die Investitionen über mindestens 30 Jahre abgeschrieben werden könnten, und das bei geringen Unterhaltskosten.
Swissolar macht noch auf weitere Photovoltaik-Anlagen aufmerksam, die in der Schweiz seit Jahrzehnten Strom produzieren. Vor 30 Jahren wurde demnach auf dem Betriebsgebäude der Horlacher AG in Möhlin die erste private Photovoltaik-Anlage der Schweiz im Netzverbund installiert. Auch sie laufe problemlos ohne jegliche Unterhaltsarbeiten. Der Strom werde hauptsächlich in der Fabrik genutzt, nur kleine Überschüsse würden ins Stromnetz eingespeist. Eine weitere Photovoltaik-Anlage mit 100 Kilowatt Leistung wurde 1989 als Lärmschutzwand entlang der A13 bei Felsberg GR realisiert – und ist immer noch in Betrieb. Besonders erwähnenswert ist laut Swissolar die Installation an einer Fassade auf dem Jungfraujoch. Diese Photovoltaik-Anlage laufe seit 1993 trotz äußerst harscher Bedingungen mit konstant hohen Erträgen. Langzeitmessungen der Berner Fachhochschule hätten kaum feststellbare Ertragsreduktionen von nur etwa 0,05 Prozent pro Jahr ergeben.
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