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Donnerstag, 11. Mai 2017

Yamaichi-Dosen an Solarmodulen von Scheuten fehlerhaft

Yamaichi-Dosen an Solarmodulen von Scheuten fehlerhaft

Die Dosen sind durch ihre besondere Form gut erkennbar.
10.05.2017 13:38 - PV Gutachter Andreas Scharf (TÜV-zertifiziert) aus Straubing weist auf einen neuen Serienfehler bei Solarmodulen von Scheuten hin: abfallende Deckel bei Anschlussdosen des Herstellers Yamaichi.
Scheuten war bereits mit fehlerhaften Anschlussdosen von Alrack in die Schlagzeilen geraten. 600.000 Module mussten repariert werden. Nun treten seit einige Zeit erneut Probleme auf, und zwar an den Anschlussdosen von Yamaichi. Scheuten verbaute sie als Produktvariante in den Baujahren 2010 bis 2012. Der Modulhersteller ist mittlerweile insolvent. Der Hersteller der Anschlussdosen ist nach eigenen Angaben mittlerweile in diesem Marktsegment nicht mehr aktiv und lehnt die Verantwortung zur Nachbesserung ab.
Zu erkennen sind die Module am Kürzel YA auf der Flashliste oder bei Inspektion auf dem Dach, da diese Dosen ein sehr charakteristisches Äußeres aufweisen. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Hersteller diese Anschlussdose verwendet haben. Bei diesen Dosen brechen die filigranen Halteklammern ab, sodass die Deckel abfallen. Es handelt sich hier um einen erheblichen Mangel, der besonders sicherheitsrelevant ist. Es drohen:
gefährliche Berührungsspannungen,
mangelhafte Isolation,
Leistungsabfall,
Leiterbahnkorrosion,
erhöhte Übergangswiderstände,
Brandgefahr.
Es ist auf jeden Fall dafür Sorge zu tragen, dass Module mit defektem Anschlussdosendeckel repariert werden, um größere Schäden für den Anlagenbetreiber und Dritte zu vermeiden. Um eine signifikante Modulanzahl zu erreichen, die die Produktion einer neuen Halteklammer ermöglicht, um damit Kosten für die Betreiber zu sparen, wäre eine Anzahl von rund 2.000 Modulen erforderlich.
Um feststellen zu können, ob eine ausreichende Anzahl an Modulen die nötigen Werkzeugkosten für ein spezielles Reparaturverfahren rechtfertigen würde, bitten wir alle betroffenen Anlagenbetreiber sich an folgende E-Mail-Adresse zu wenden: aet-concept@gmx.de (Andreas Scharf/HS).
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