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Montag, 17. Juli 2017

Umwelttechnikpreis für Photovoltaik-Thermie-Hybridmodul

Umwelttechnikpreis für Photovoltaik-Thermie-Hybridmodul


Der 1. Preis in der Kategorie Energieeffizienz des Umwelttechnikpreises von Baden-Württemberg geht an ein Hybridmodul der Firma Consolar Solare Energiesysteme, dass die Technologien Photovoltaik und Solarthermie mit einem Luft-Wärmetauscher kombiniert.
„Während auf der Oberseite des Kollektors Strom produziert wird, wird auf der Unterseite thermische Energie für eine Wärmepumpe gewonnen“, begründet das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die Entscheidung. Als Nebeneffekt produziere das System etwa fünf bis zehn Prozent mehr Strom als übliche Photovoltaik-Module, da die Solarzellen über die abgeführte Wärme gekühlt werden. Zudem seien die PVT-Kollektoren montagefreundlich, elektrisch und thermisch über ein Stecksystem verbunden und nutzen die vorhandene Dachfläche gleich zweifach.
Die Gewinner von Consolar bei der Preisverleihung in der Schwabenlandhalle in Fellbach.Foto: Consolar
„Unsere PVT-Kollektoren wurden speziell für Wärmepumpen entwickelt“, sagt Andreas Siegemund, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Consolar. Durch die gleichzeitige Nutzung von Luft-und Strahlungsenergie seien die erzielbaren Temperaturen auch an kalten Tagen höher. Außerdem werde die Wärme geräuschlos und mit weniger Strom als bei Luft-Wärmepumpen erzeugt.
Consolar hat den Solink genannten PVT-Kollektor gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Die Voruntersuchungen wurden durch den Bund und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ende 2016 wurde mit der Produktion einer Vorserie begonnen. Feldtests laufen bereits mit drei Anlagen, eine davon befindet im belgischen Lüttich und hat eine Fläche von 80 Quadratmetern. Weitere Testanlagen sind laut Consolar in Planung. Die Markteinführung der Solink-Kollektoren ist für das zweite Quartal 2018 geplant.
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