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Dienstag, 15. Mai 2018

Meyer Burger verkauft Geschäftsbereich Solarsysteme an Ex-Vorstand

Meyer Burger verkauft Geschäftsbereich Solarsysteme an Ex-Vorstand


Die Meyer Burger Technology AG will seinen Produktionsstandort im Schweizer Thun im Laufe des Jahres schließen. In diesem Zuge gab der Technologiekonzern nun den Verkauf seines Geschäftsbereichs Solarsysteme an Partick Hofer-Noser bekannt. Die Sparte samt 32 Mitarbeitern werde in eine neu zu gründende Gesellschaft mit dem Namen 3S Solar Plus AG übertragen und diese werde dann an den ehemaligen Vorstand von Meyer Burger veräußert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Geschäftsbereich decke mit den „Mega Slate“-Produkten speziell den Schweizer Photovoltaik-Markt ab. Es handelt sich um Solardach- und Fassadensysteme.
Verschiedene strategische Optionen seien im Vorfeld des Verkaufs an Hofer-Noser geprüft worden, hieß es weiter. Der Verkauf werde auf Seiten von Meyer Burger zu einem Verlust in kleinerem einstelligen Millionenbetrag, inklusive eines Goodwill-Recyclings von rund einer Million Schweizer Franken. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Vertrag stehe noch unter den „marktüblichen Vollzugsbedingungen“. Meyer Burger geht dennoch davon aus, dass er noch im ersten Halbjahr abgewickelt werden kann.
Patrick Hofer-Noser ist seit vielen Jahren in der Solarindustrie tätig. 2001 war Gründungsmitglied und später Delegierter des Verwaltungsrats sowie Chief Executive Officer der 3S Industries AG. Diese fusionierte 2010 mit Meyer Burger und Hofer-Noser war danach Chief Technology Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei dem Schweizer Anlagenbauer. Von April 2012 bis April 2017 wechselte er in die Funktion des Head of Energy Systems und war danach bis zu seinem Ausscheiden bei Meyer Burger im Dezember 2017 als Policy Liaison Officer für Meyer Burger tätig.
Ende 2017 hatte Meyer Burger die Schließung seines Produktionsstandorts Thun angekündigt. Es ist Teil des Kosteneffizienzprogramms des Photovoltaik-Anlagenbauers. Meyer Burger geht davon aus, dass rund 160 Stellen in der Produktion, Logistik, Einkauf und Planung an dem Schweizer Stammsitz wegfallen könnten, wobei rund 100 Arbeitsplätze definitiv gestrichen und 60 von strategischen Alternativen abhängig sind, wie es im Dezember hieß.
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